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Zu den traditionellen Behindertensportarten zählt die Leichtathletik.
Breitensport und Leistungssport ergänzen sich bei der Leichtathletik in hervorragender Weise: für jeden Behinderten gibt es eine leichtathletische Disziplin, die auf seine persönlichen Bedürfnisse abgestellt ist und sowohl Schnelligkeit als auch Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit in gleicher Weise trainiert.
Zu den leichtathletischen Disziplinen gehören
Werfen / Stossen: wie Speerwurf, Kugelstoss, Diskuswurf und Keulenwurf
Springen: wie Weitsprung, Standweitsprung, Hochsprung
Laufen: wie Kurz- Mittel- oder Langstrecke, Crossläufe, Wandern
Beim 25. Internationalen Sportfest in Wilhelmshaven 2005
Die Aktiven starten je nach Behinderung in verschiedenen Wettkampfklassen, die wie folgt eingeteilt sind:
für Sehbehinderte-Athleten, je nach Grad der Sehbehinderung Klassen 11 -13
Athleten mit geistiger Behinderung, Klasse 20
Athleten mit Hirnschädigungen, je nach Schweregrad Klassen 32 - 38
Körperbehinderte und Athleten mit anderen Behinderungen (Les Autres), je nach Grad der Körperbehinderung, Klassen 42 - 46 - NATIONAL: Allgemeinbehinderte (ab einem bestimmten Grad der Behinderung -i. R. ab 20 - 30 %), Klasse 48
Athleten mit Rückmarkschäden, die in Rollstühlen Wettkämpfe bestreiten, je nach Grad der Verletzung, Klassen 51-58
Mit dem Buchstaben “T” werden die Bahnwettbewerbe (Track), mit dem Buchstaben “F” die Technischen Disziplinen (Field). Die niedrige Klassennummer bezeichnet den höheren Grad der Behinderung. Je grösser die Klassennummer, desto geringer ist der Grad der Behinderung.
Aktive, die an Meisterschaften teilnehmen, benötigen einen Gesundheitspass und einen Sportpass. Der Gesundheitspass ist in regelmässigen Abständen zu verlängern (ca. 6 bis 12 Monate) und beinhaltet zudem alle evtl. einzunehmenden Medikamente.
In meinem Gesundheitspass sind z. B. die Insulinarten aufgeführt, die ich benutze. Dies ist wichtig, da Insulin zu den Dopingmitteln zählt. Und bei Meisterschaften werden regelmässig Dopingkontrollen durchgeführt.
Folgende Meisterschaften werden durchgeführt:
Bezirksebene: Vereins- und Bezirksmeisterschaften, Breitensportveranstaltungen,
Landesebene: Landesmeisterschaften in den klassischen Disziplinen, im Fünfkampf und dem Crosslauf
nationale Ebene: Internationale Deutsche Meisterschaften, seit 2004 auch Internationale Deutsche Hallenmeisterschaften
internationale Ebene: Europa- und Weltmeisterschaften, Paralympics (Olympische Spiele der Behinderten)
Siegerehrung Internationale Deutsche Meisterschaften Berlin 2005 - 1.500 Meter Rennen in der AK 50 - (v. l.): Der Autor (1.), Hartmann Jung, BSA Oker (2.), Peter Schnapp, NBS Nienburg (3.). - Foto: Ilona Wittlieb
Neben der Einteilung in Wettkampfklassen werden die bei den verschiedenen Meisterschaften zudem Einteilungen in die Meisterklasse, Jugendklassen und Seniorenklassen vorgenommen.
Ich starte bei den diversen Meisterschaften auf nationaler Ebene in der Seniorenklasse M50 über die 1.500 und 3.000 Meter. In der Meisterklasse (Männerklasse ohne Alterseinteilung) über die 5.000 Meter.
In der Meisterklasse gehen bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften regelmässig Deutsche- , Europa- und Weltmeister sowie Paralypics-Sieger an den Start.
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